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Am niedersächsischen Wattenmeer 2016

Seit 1986 ist das Wattenmeer vor der niedersächsischen Nordseeküste als Nationalpark geschützt. Es wurde 1992 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und schließlich als Weltnaturerbe anerkannt. Als Lebensräume stehen das Watt, die Salzwiesen und Sandbänke, die Strände und Dünen sowie die Flussmündungen in die Nordsee unter seinem Schutz. Auf einer Fläche von ca. 345.000 Hektar umschließt es die Ostfriesischen Inseln zwischen Dollart an der Grenze zu den Niederlanden im Westen und Cuxhaven im Osten. Es ist damit der zweitgrößte deutsche Nationalpark.

Am Strand

Die Küste der Nordsee ist sehr flach. Der Meeresboden fällt teilweise in Stufen von nur wenigen Zentimetern pro Kilometer ab. Zweimal täglich bringt die Flut Sand und mineralische Ablagerungen auf das Watt und an den Strand. Vom trocken gefallenen Watt her bläst der Wind feine Sandkörnchen auf das Ufer und lässt so die Dünenlandschaft entstehen. Typischste Pflanze der Dünen ist der Strandhafer, der mit seinen ausgedehnten Wurzeln den Dünensand festhält. Daneben wachsen hier und da Sanddornsträucher. Den Strand zieren Unmengen von Muschel- und Meeresschneckenschalen.

Im Watt

Als Watt bezeichnet man die Küstenflächen, die während der Niedrigwassergezeiten trocken fallen. Auf ihren Sand- und Schlickbänken sowie den verbleibendenen Restwasserflächen tummelt sich eine Vielzahl verschiedenster Limikolen und Wasservögel: Rotschenkel, Pfuhlschnepfen, Austernfischer, Säbelschnäbler, Brand- und Ringelgänse, Lach-, Herings- und Silbermöwen.

Im Wattenmeer

Das Wattenmeer ist mit bis zu 4000 Tier- und Pflanzenarten eines der produktivsten Ökosysteme der Erde. So nutzen beispielsweise etwa 1000 Eiderentenpaare das Watt der Nordsee als Brutgebiet. Die meisten davon brüten auf Inseln wie Amrum und Baltrum. Die wohl bekanntesten Säugertiere im Wattenmeer unserer Küste sind die Seehunde, die dort im Niedrigwasser oder auf den Sandbänken liegen.

In der Seehundstation Norddeich

In Nationalpark-Haus der Seehundstation Norddeich werden verwaiste Seehunde, die sogenannten „Heuler“, als auch Kegelrobben aufgezogen und betreut, bis sie wieder in die Nordsee zurückgebracht werden und dort überleben können. Seehunde sind im Vergleich zu Kegelrobben kleiner und schlanker und haben einen rundlichen Kopf, während der der Kegelrobbe länglicher, eben kegelförmiger ist. Die ausgewachsene Kegelrobbe ist mit einem Gewicht von bis zu 300 kg und einer Größe bis 2,5 Metern das größte in Deutschland freilebend vorkommende Raubtier.


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