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Exkursion - Reflexion - Kreation

An der Kärntner Möll

Die Möll entspringt am Fuße des Großglockners in Oberkärnten. Gespeist von den Gletscherabflüssen des Glocknermassivs ergießt sich der junge Fluß zunächst in südlicher Richtung zu Tal. Im weiteren Verlauf tragen mehrere Nebenbäche zur Erhöhung des Wasserstandes bei. Bei der Ortschaft Winklern wendet sich die Möll abrupt nach Osten, und mündet schließlich nach circa 80 Kilometern bei Möllbrücke in die Drau.

In ihrem glasklaren, sauerstoffreichen Wasser leben als autochthone Wildfische vorwiegend Äschen und Bachforellen, die sich dank der vielen Laichplätze selbst reproduzieren können. Die Fliegenfischerei hier unterliegt den strengen Regeln des „Catch and Release“.

Bachforelle (Salmo trutta fario)
Äsche (Thymallus thymallus)

Unterhalb der Gemeinde Stall, zwischen den Ortsteilen Rakowitzen und Gößnitz, fließt der Fluss rechts an einem Stau vorbei, der von einer etwas unterhalb gelegenen Kraftwerksanlage verursacht wird. In dem so entstandenen kleinen Stausee leben Rotaugen, Rotfedern, Döbel und Schleien, mittlerweile auch zu kapitalen Räubern abgewachsene Großforellen. Bei Tage zeigen sich im Sonnenlicht allerdings nur die Döbel- und Weißfischschwärme unter der Oberfläche seiner stillen Buchten. Wo noch leichte Strömung herrscht, liegen kapitale Grundäschen in der Tiefe, die dort auf vorbei treibende Nahrung lauern.

Die Uferzonenbereiche weisen einen Saum von Wildblumen auf, deren verschwenderische Farbenpracht ein ständiger Anziehungspunkt für Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Schrecken und Schwebfliegen ist.

Die parallel zum Stausee fließende restliche Möll verlangsamt kurz vor der Kraftwerksanlage ihre Fließgeschwindigkeit und gelangt dort zum Ursprung ihres Staus.


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