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Rehwild

Das Reh gehört zur Familie der Hirsche und ist deren häufigste und kleinste Art. Es lebt sowohl im Wald als auch in der offenen Feldflur, was dazu geführt hat, von Wald- bzw. Feldrehen zu sprechen. Das Reh aber nutzt beides, Äcker und Wiesen sowie Schonungen und Altholzwälder , wobei ihm der Wald als Schutz und das offene Gelände als Nahrungsquelle dient. Rehe sind Wiederkäuer. Futtersuche und Fressen, Ruhen und Wiederkäuen bestimmen den Tageslauf. Als Nahrung dienen Gräser, Kräuter, Knospen, Laubtriebe, Blätter, Beeren und Feldfrüchte.

Im Sommer lebt das Reh meist einzeln oder in kleinen Gruppen, während es sich im Winter auch zu größeren Rudeln zusammenfinden kann.

Die Fellfarbe des Rehs variiert im Sommer von Braunrot bis Fahlgelb, im Winter zwischen Hell- und Dunkelgrau. Das Fell der Rehkitze ist rotbraun mit einer weißen Punktierung auf dem Rücken und den Flanken.

Ein erwachsenes weibliches Reh wird Ricke oder Geiß genannt. Ein weibliches Jungtier wird als Kitz bezeichnet. Ein Schmalreh ist ein junges weibliches Reh, das noch nicht gekalbt hat

Beim Reh ttagen nur die Böcke ein Geweih, in der Jägersprache besser als Gehörn bezeichnet. Seine wichtigste Funktion liegt im Ausfechten der Rangordnung untereinander und im Verteidigen des Reviers beim Kommentkampf während der Brunft.

Die Paarung des Rehwilds findet von etwa Anfang Juli bis Mitte August statt. Anschließend kommt es zu der sogenannten Keimruhe, das bedeutet, dass das befruchtete Ei sich erst später, so ab Dezember, weiterentwickelt. Das führt dazu, dass die Geburt der Jungtiere vorwiegend erst im Mai und Juni des folgenden Jahres erfolgt, zur günstigsten Zeit also, in der die Tiere im warmen und vegetationsreichen Frühling die besten Überlebenschancen haben.

Die Kitze werden nach der Geburt von der Ricke an „sicheren“ Orten abgelegt. Während das Muttertier äst, bleibt das Rehkitz in der Deckung zurück, bis die Mutter zum Säugen zurückkehrt. Das Verharren in der Deckung stellt den bestmöglichen Schutz vor Fressfeinden dar. Allerdings besteht, da die Rehkitze häufig im Grünland abgelegt werden, die große Gefahr, von landwirtschaftlichen Maschinen erfasst und getötet zu werden. Dem kann mit modernen Technologien wie Wärmebilddrohnen entgegengewirkt werden. Auch andere geeignete Maßnahmen zur Wildrettung sollten vor der Mahd von den Landwirten ergriffen werden.. 

Bei uns ist nur der Fuchs beim Erbeuten von Kitzen als Fressfeind des Rehs wirklich bedeutsam. Wildernde Hunde dagegen können den Rehwildbestand erheblich stärker gefährden. Hinzu kommt die hohe Zahl der Rehwildverluste auch Wildunfälle im Straßenverkehr.

Gejagt werden Rehe in allen europäischen Ländern, wobei die mit Abstand höchste Jagdmenge Deutschland mit mehr als einer Million erlegter Tiere hat.


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