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Muffelwild

Der Mufflon gehört zu den Wildschafarten und ist ursprünglich in Sardinien und Korsika beheimatet. Anfang des 20 Jahrhunderts wurden Mufflons als Park- und Jagdwild in Mitteleuropa eingeführt und haben sich auch in deutschen Mittelgebirgen einen festen Platz erobert. Die männlichen Tiere werden Widder und die Weibchen Schaf genannt. Die Widder haben schneckenförmig eingedrehte Hörner mit bis zu 80 cm Länge. Die kleineren Weibchen haben keine Hörner.

Die Widder sind im Sommer fuchsrotbraun gefärbt und tragen einen weißlichen Sattelffleck. Das Fell der Schafe ist dagegen nur von bräunlicher Farbe. Im Winter sind beide Geschlechter dunkler.

Als reine Pflanzenfresser ernähren sich Mufflons von Gräsern, Kräutern, Eicheln, Knospen und Laub. Um ihren Energiebedarf im Winter zu decken, nehmen sie auch Baumrinde und verhindern so manchmal den aufkommenden Baumbewuchs. Das Riech-, Hör- und Sehvermögen der Mufflons ist hervorragend ausgebildet, sodass sie Menschen schon aus mehreren hundert Metern Entfernung wittern und selbst unauffällige Geräusche schon von Weitem hören.

Die Paarungszeit der Mufflons liegt in den Herbstmonaten. Während der Brunft lassen die Widder in beeindruckenden Schaukämpfen ihre Hörner laut aufeinander krachen.

Nach einer Tragezeit von etwa fünf Monaten bringt das Weibchen im März/April ein bis zwei Lämmer zur Welt, die schon nach kurzer Zeit selbständig laufen können.


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