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Teufelsmauer und Altschlossfelsen

Mitten in Deutschland erheben sich zwei mächtige Gesteinsformationen, die wie wehrhafte Basteien in der Landschaft stehen. Und doch werden die meisten unter uns sie vermutlich gar nicht kennen. Es handelt sich zum einen um die Teufelsmauer im Harz und zum anderen um die Altschlossfelsen im Pfälzer Wald.

Auf mehreren Kilometern Länge verläuft mit einigen Unterbrechungen im nördlichen Harzvorland die Teufelsmauer, die besonders bei der Ortschaft Weddersleben zahlreiche markant herausragende Einzelfelsen aufweist. Diese aus harten Sandsteinen bestehenden Harzklippen wurden vor etwa 80 Millionen Jahren während der Kreidezeit bei der Hebung der Harzscholle mit den anderen angrenzenden Erdschichten zusammengepresst und steil aufgestellt. Da den Menschen früherer Zeiten das geologische Wissen um die Entstehung der Teufelsmauer fehlte, bildeten sich darum viele Sagen und Mythen, bis hin zu dem Erklärungsversuch, dass wohl nur der Teufel solch eine Mauer gebaut haben könnte. Um den Abbau des als Baumaterial begehrten Sandsteins zu unterbinden, wurde die Teufelsmauer bereits 1833 unter besonderen Schutz gestellt und gilt seit 1935 als eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands.


Die Bezeichnung Altschlossfelsen bezieht sich auf eine Felsgruppe in der Gemarkung von Eppenbrunn im Pfälzer Wald, nahe der Grenze zu Frankreich. Wind und Wetter haben dieses Buntsandsteinmassiv im Laufe der Zeit verformt und mit vielfältigen interessanten Verwitterungsspuren versehen. Die Felsformation ist von Rissen und Spalten durchzogen, die teilweise breit genug sind, um einem Menschen Durchlass zu gewähren. Mit vier dicht nebeneinander stehenden Türmen und einem Hauptfelsen bilden die Altschlossfelsen bei einer Höhe von bis zu 30 Metern die bedeutendste Felsformation in der Pfalz.


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